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John Hamel / Tonia L. Nicholls (Hrg.)

Handbuch: Familiäre Gewalt im Fokus.


Fakten – Behandlungsmodelle - Prävention
740 Seiten Hardcover mit Fadenheftung 39,90€

ISBN: 978-3-927076-70-9

Familiäre Gewalt im Fokus beschreibt die Kurz- und Langzeitfolgen für Kinder, Eltern und Beziehungspartner, die sich nicht mehr mit Worten verständigen können. In 27 Beiträgen stellen 53 Autoren an Fallbeispielen ihre vielgestaltige Arbeit mit Kindern, Eltern und Partnern vor wie ethnischen Gruppen, sexuellen Minderheiten oder Scheidungspartnern.
Das aus dem Englischen übersetzte Handbuch knüpft an die neuesten Entwicklungen professioneller Behandlung und forschungsbasierter Diagnostik an.

Das Handbuch liefert Lehrern und Schülern, Studenten und Hochschullehrern alle notwenigen Informationen, um Gewalt zu verstehen und sich damit auseinanderzusetzen oder auf den Beruf vorzubereiten. Es gehört ebenso in die Hände von Ärzten, Richtern, Gutachtern und Psychologen, die mit Gewaltkonflikten befasst sind.

Familiäre Gewalt im Fokus ist das erste Handbuch in deutscher Sprache, das alles Wissenswerte über Gewalt in Familien und Partnerschaften zusammenfasst; unterschiedliche Behandlungsmodelle für soziale und ethnische Milieus vorstellt und an Hand von Fallbeispielen in die Praxis der Behandlung einführt.

Stimmen zum Buch


„Dieses Buch stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Forschung zu häuslicher Gewalt dar. Seine Vielzahl an zeitgemäßen theoretischen Perspektiven und seine neuen empirischen Erkenntnisse werden es mit Sicherheit zu einer wertvollen Quelle sowohl für Forschung als auch für Therapie und Gesetzgebung machen.“
Dr. Jamila Bookwala, Professor für Psychology am Lafayette College

„Ein sehr erhellendes Buch, das pragmatische und innovative Lösungsansätze für die Prävention und Therapie von Gewalt zwischen Lebenspartnern bietet. Als Gründer einer geschlechtsspezifisch arbeitenden Organisation für Leidtragende von häuslicher Gewalt beschwöre ich alle Gesetzgeber, Exekutivbeamten und all jene, die beruflich mit häuslicher Gewalt und psychischen Störungen zu tun haben: Lesen Sie dieses Buch! Darüber hinaus sollte es zur Pflichtlektüre für Studierende gemacht werden, die in diesen Bereichen arbeiten wollen. Wie Prof. Dr. Murray Straus im 3. Kapitel so schön sagt: ́Es ist an der Zeit, dass sich das Bemühen darauf richtet, jegliche Gewalt zwischen Lebenspartnern zu beenden, nicht nur Gewalt gegen Frauen."
Jan Brown, Gründer und Leiter der Domestic Abuse Help Line for Men and Women

„Fast vier Jahrzehnte hindurch waren Forschung, Richtlinien und Therapie häuslicher Gewalt eng mit feministischer Theorie im Allgemeinen verknüpft und der Patriarchatshypothese im Besonderen. Auch wenn diese konzeptuelle Verbindung eine politische Bewusstwerdung gefördert und die Verbreitung des Wissens um Ursachen und Wirkungen von Gewalt in Beziehungen erleichtert hat, legt dieser beschränkte Rahmen unsere Wahrnehmung solcher Übergriffe doch als auf Frauen bezogen und nicht als auf Menschen bezogen fest. Die vorliegende Anthologie liefert nun Forschern, Ärzten, Politikern, Gesetzgebern, Initiativen und Studenten eine Sammlung von Aufsätzen, die auf geschlechtsspezifische Weise die Zusammenhänge von häuslicher Gewalt untersuchen. Dieses Buch zeigt dem Leser, wo wir herkommen und wohin wir uns bewegen müssen, wenn wir uns diesem gesellschaftlichen Problem in angemessener Weise stellen wollen.“
Dr. David B. Sugarman, Professor für Psychologie am Rhode Island CollegeInhalt

„Dieses Buch ist Meilenstein bei der Debatte um häusliche Gewalt“
Arne Hoffmann auf cuncti
Quelle: cuncti.net

„Die Gewalt hat nicht abgenommen, allenfalls das Bekenntnis zur Gewaltlosigkeit. Das Handbuch soll nun zumindest helfen, dass Familien Hilfe bekommen und sich die Wiederholung von Gewalt eindämmen lässt.“
DIE PRESSE
Quelle: diepresse.com

Gewalt zu verbieten, reicht nicht aus, damit Menschen der Gewalt entsagen "Die Aufforderung alleine ist zu wenig. Eltern müssen verstehen, was die Gewalt ihren Kindern antut", sagt Experte Amendt. In der Beratung und Therapie gehe es daher darum, die Familie an einen Tisch zu bringen und unterstützende Netzwerke inklusive professioneller Hilfe wie Therapeuten zu identifizieren. Amendt: "Gewalt wird sich nie beseitigen lassen. Aber man kann ihre Wiederholung eindämmen."
Elisabeth Gerstendorfer, Kurier
Quelle: kurier.at

Ein Handbuch das eine Pflichtlektüre für Ärzte/Ärtinnen, Richter/Richterinnen, Gutachter/Gutachterinnen, Psychologen/Psychologinnen, Studenten/Studentinnen, Lehrer/Lehrerinnen aber auch verantwortungsbewusste Eltern sein sollte.
Quelle: Semprevita.com

Inhalt

5
Über die Herausgeber

11
Vorwort zur deutschen Ausgabe
Gerhard Amendt, Wien

13
Vorwort zur englischen Ausgabe
Linda Mills, New York University, New York

17
Einleitung
John Hamel und Tonia L. Nicholls

TEIL I – FORSCHUNG UND THEORIE

35
1. Häusliche Gewalt: Eine geschlechtsspezifische Auffassung
John Hamel

63
2. Der Blick über den Tellerrand: Geschlecht und Therapie
Donald G. Dutton

99
3. Risikofaktoren körperlicher Gewalt in Kurzzeit­beziehungen: Implikationen für geschlechtsspezifische Prävention und Therapie von gewalttätigen Familien
Rose A. Medeiros und Murray A. Straus

129
4. Die Rolle von Macht und Kontrolle in aggressiven Beziehungen
Nicola Graham-Kevan

153
5. Stalking in Beziehungen und Gewalt in der Partnerschaft
Stacey L. Williams, Irene Hanson Frieze und H. Colleen Sinclair

171
6. Paargewalt: Ein neuer Blick auf einige alte Irrtümer
Patricia Noller und Laurance Robillard

195
7. Typologien von Gewalt in der Partnerschaft
Nicola Graham-Kevan

219
8. Die Auswirkungen häuslicher Gewalt auf die Entwicklung des Kindes
Patrick T. Davies und Melissa L. Sturge-Apple

247
9. Bindung und Aggression – eine Lehrstunde für die ganze Familie: Einfluss interparentaler Gewalt auf die Anpassung Jugendlicher
Marlene M. Moretti, Stephanie Penney, Ingrid Obsuth und Candice Odgers

273
10. Die Entwicklung der Misshandlung: Aus dem finsteren Mittelalter in die wissenschaftliche Ära
Julia C. Babcock, Brittany E. Canady, Katherine Graham, and Leslie Schart

TEIL II ASSESSMENT UND THERAPIE

309
11. Geschlechtsspezifische Familieninterventionen bei häuslicher Gewalt: Ein Überblick
John Hamel

341
12. Einschätzung des Gewaltrisikos von Tätern bei Misshandlung von Lebenspartnern
Tonia L. Nicholls, Sarah L. Desmarais, Kevin S. Douglas und P. Randall Kropp

373
13. Männliche Opfer häuslicher Gewalt
David L. Fontes



391
14. Häusliche Gewalt in ethnisch-kulturellen Minderheiten
Kathleen Malley-Morrison, Denise A. Hines, Doe West, Jesse J. Tauriac, and Mizuho Arai

415
15. Behandlung psychischer und körperlicher Aggression in Paarbeziehungen
K. Daniel O’Leary und Shiri CohenInhalt

433
16. Paargewalt und Paarsicherheit: Ein systemischer und bindungsorientierter Ansatz im Umgang mit Komplexität und Ungewissheit
Arlene Vetere und Jan Coope

453
17. Ein Eiertanz: Therapie häuslicher Gewalt bei gleichgeschlechtlichen Paaren
Vallerie E. Coleman

475
18. Psychotherapeutische Behandlung familiärer Gewalt: Eine systemische Perspektive
Michael Thomas

501
19. Wut, Aggression, häusliche Gewalt und Substanzmissbrauch
Ronald T. Potter-Efron

525
20. Therapie mit Patienten, die im Sorgerechtsstreit wegen häuslicher Gewalt beschuldigt werden
Michael Carolla

549
21. Familientherapie und interpersonelle Gewalt: Jugendliche Mütter als Risikogruppe
Jennifer Langhinrichsen-Rohling, Lisa A. Turner und Marilyn McGowan

573
22. Gruppentherapie für Familien: Ein Programm gegen häusliche Gewalt für Jugendliche und Eltern
Nancy Carole Rybski

599
23. Elterngruppen gegen Gewalt in der Familie
L. Darlene Pratt und Tom Chapman

629
24. Heilung für kindliche Opfer und ihre Eltern nach familiärer Gewalt
Christina M. Dalpiaz

655
25. Vom Frauenhaus zum Hilfezentrum für die ganze Familie
Carol Ensign und Patricia Jones

671
26. Gerechtigkeit liegt im Design: Gestaltung eines Behandlungsmodells für häusliche Gewalt nach dem Grundsatz der Restorative Justice
Peggy Grauwiler, Nicole Pezold und Linda G. Mills

697
27. Häusliche Gewalt: Neue Visionen, neue Lösungen
Cathy Young, Philip Cook, Sheila Smith, Jack Turteltaub und Lonnie Hazlewood

721
Über die Autoren

731
Index

740
Verlagsmitteilung